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Geschrieben von: Erich Dangl   
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Geschätzte Feuerwehrinteressierte im weltweiten Internet!

Man weiss nicht, wie der Mensch das Feuer kennenlernte, höchstwahrscheinlich waren durch Blitzschlag in Brand gesetzte Bäume die erste Feuerquelle. Das Feuer war jedoch nicht nur ein Helfer in vielen Dingen des Lebens, sondern auch eine ständige Bedrohung für die Menschen. Die Geburtsstunde der ersten Feuerwehren war also gekommen. In den ersten Jahren nach der Jahrhundertwende setzten auch in Niederschrems, so wie in vielen anderen Dörfern und Städten, die Bemühungen ein, eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen.

Im Jahre 1906 haben unsere Vorfahren im Ort erkannt, dass im Kampf gegen die Urgewalt des Feuers, aber auch die sonstigen Naturgewalten der Einzelne nichts vermag und nur in der organisierten Nächstenhilfe die Stärke liegt. Wie aus den Aufzeichnungen der Chronik hervorgeht, fand die Gründungsversammlung der FF Niederschrems am 6. September 1906 statt, bei welcher sich 20 Männer aus Niederschrems bereit erklärten, der neu gegründeten Feuerwehr beizutreten.

Galt es früher Brände zu bekämpfen, so sind es heute die sogenannten „Technischen Hilfeleistungen“, welche die Feuerwehrmitglieder fordern. So nehmen Verkehrsunfälle, Sturmschäden, Pumparbeiten, Bergeeinsätze und Zwischenfälle mit gefährlichen Stoffen immer mehr zu. Die verschiedenen Einsatzarten verlangen eine dementsprechende Ausbildung an Fahrzeugen und Geräten, wofür ein hohes Maß an Freizeit aufzuwenden ist. Die Verlagerung der Tätigkeit der Feuerwehren auf den technischen Sektor wird weiter anhalten und noch zunehmen, wobei der Rettung von Menschen und Tieren, der Bergung der lebensnotwendigen Güter sowie der Abwehr von Gefahren besondere Bedeutung zukommt.

Wer heute die Feuerwehr in Anspruch nimmt, rechnet mit einer raschen und fachmännischen Hilfeleistung. Diese kann jedoch nur dann erfolgen, wenn die Feuerwehrmänner dafür entsprechend geschult sind und auch über ein funktionstüchtiges Arbeitsgerät verfügen. Nur dann können die Feuerwehrmänner auch die entsprechende und von ihnen erwartete Leistung erbringen.

Zum Glück gibt es aber noch einige Freiwillige, die unentgeltlich rund um die Uhr für die Sicherheit der Bevölkerung Verantwortung zeigen und durch die Veranstaltung von Festen versuchen, die finanziellen Probleme zu überwinden, vor denen heute jede Feuerwehr steht. Die Feuerwehren führen die Feste aber nicht zu ihrem Vergnügen durch, denn wenn die Feuerwehren keinerlei Veranstaltungen tätigen, müssen die Gemeinden für die notwendigen finanziellen Mittel aufkommen. Die Feuerwehren können aber nur dann wirksam und rasch helfen, wenn die Geräte, die sie bei ihren Einsätzen verwenden, auch gut gewartet und am neuesten Stand sind. Jede Feuerwehr ist daher auf die Spenden der Bevölkerung und auf Veranstaltungen angewiesen, da auch die Erlöse Dieser Feste zur Gänze der Ausrüstung der Geräte und Ausbildung der Männer zugute kommen.

Ich möchte mich nicht nur bei meinen Feuerwehrmännern für die vielen Stunden, die sie für den „Nebenjob Feuerwehr“ opfern, bedanken, sondern auch deren Familienangehörigen für ihr Verständnis, welches sie den Kameraden bei der Arbeit im Dienste der Feuerwehr entgegenbringen, und schließe mit einem

- GUT WEHR -

Ihr Feuerwehrkommandant Erich DANGL, Brandrat.